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Pester Lloyd / Inhalt / WIRTSCHAFT Nr. 20 / 2005

 Immer mehr Bedenken

Die Industrie wächst bedenklich langsam. Den Exporteuren droht die Luft auszugehen, während die Dominanz von Elektrotechnik und Fahrzeugbau immer noch zunimmt.

Wenn man sich die aktuellen Zahlen für die Industrie anschaut, sind erste Zweifel angebracht, ob die ungarische Wirtschaft in diesem Jahr noch nahe an 4% wachsen kann. Das Zentralamt für Statistik (KSH) hat für das I. Quartal eine Steigerung der Industrieproduktion um 1,7% berechnet. Die Monate Februar und März lagen dabei unter dem Durchschnitt; der eine Monat kältebedingt, der andere wegen der Osterfeiertage. Von diesen Effekten bereinigt ist die Industrie im dritten Monat des Jahres doch immerhin um 3,9% gewachsen. Es ziehen aber Gewitterwolken auf.

Im Inland stieg der Industrieabsatz seit Jahresbeginn um 2,9% und näherte sich mit 2.090 Mrd. Ft dem Niveau der Exportumsätze an. Dort ergab sich ein verhalteneres Plus um 2,3% und ein Gesamtabsatz von 2.114 Mrd. Ft. Auf den Exportmärkten wird es immer enger. Unter diesen ist Deutschland dominant, das ungeachtet der soeben vorgelegten Wachstumsrate von 1% der Stagnation verfallen ist. Ungarns Ausfuhrstrukturen werden durch Elektromaschinen (gut 40% Anteil) und Fahrzeuge (23%) beherrscht, die über lange Jahre hinweg hohe zweistellige Zahlen vorlegen konnten. Zwischen Januar und März 2005 wuchs die Ausfuhr an Elektromaschinen gerade mal noch um 4,4%, der Fahrzeugexport um 3,3%.

Bedenklich stimmt außerdem, dass die Exportaufträge sinken und demzufolge der gesamte Auftragsbestand im März um 6,2% unter dem Basisniveau des Vorjahres lag, dass der Bruttoausstoß in der Lederwaren- und Schuhproduktion um die Hälfte, in der Textilindustrie um ein Viertel und in der Nahrungsmittelindustrie um ein Fünftel zurückfiel, dass die Produktivität in der Industrie nur noch dank Elektrotechnik und Chemie um 4,1% zulegte, während sie in Maschinen- und Fahrzeugbau um 2-3% und in der Nahrungsmittelindustrie um 8% sank.

Die regionalen Unterschiede werden größer werden. Budapest bleibt überragend, selbst wenn dort der Industrieausstoß um 3% zurückfiel, während der Landessüden und der Osten unbeeindruckt von schwachen Basiswerten immer nur an Boden verlieren.