ungarn-guide.com  
 
 
Menu

   Start
   
   Ungarn

   Geschichte

   Nationalsymbole

   Küche

   Sprache

   Wirtschaft

   Literatur

   Musik

   Volkskunst, Bräuche

   Sport

   Erfinder

   Hollywood

   und Sonstiges...

   Links

   Sitemap


Informationen

  Stadtrundfahrt
   Budapest

  Stadtrundgang
   Budapest

   Budapest Spezial

   Ausflüge

   Fotogalerie

   Hoteltips

   Empfehlungen

   Informationen



E-mail
Telephone:
00-36-20-944-3035


· Besenyei Peter und Red Bull Air Race ·
· Der ungarische Sport und Sportler ·
· Pferdsport ·
· Puskás und das goldene Zeitalter des Fussballs ·

Sport in Ungarn

Früher war die Kultur und der Sport aus politischen Gründen besonders wichtig. Der Staat tat alles um seine besten Sportlern und die erfolgreichsten Sportarten so gut wie möglich zu unterstützen. In der finanziellen Welt spielen die Sponsoren eine größere Rolle als der Staat, und das System dieser ist noch in der Anfangsphase und hängt bei uns – wie auch überall auf der Welt – von der aktuellen Zustand der Wirtschaft ab. Der Leistungssport wird auch in Ungarn mit größeren Summen unterstützt, doch bleiben die unteren Stufen der Pyramide weiterhin unfinanziert.
Die staatliche Beteiligung sollte auch gründlich durchgedacht werden, denn es wird allein 0,3 % des GDP in den Sport investiert.Trotzdem waren – vorallem im Vergleich mit kleineren Ländern – Ungarns Sportler immer besonders erfolgreich. Diese Tatsache verleiht dem Sport Prestige und ist ein Ansporn für die jüngere Generation.

In Ungarn ist der populärste Sport der Fußball geblieben.

Ungarn stand 2mal in der Finale einer Fußballweltmeisterschaft – siegte aber kein einziges mal.

(siehe Puskas Ferenc -berühmte Ungarn- und die Goldene Mannschaft)

1988: Seoul 11 Goldmedaillen

 

Medaillentabelle der ungarischen Sportler  

 

Gold

Silber

Bronze

insgesamt

Athen (1896)

2

1

3

6

Paris (1900)

1

2

2

5

St. Louis (1904)

2

1

1

4

London (1908)

3

4

2

9

Stockholm (1912)

3

2

3

8

Paris (1924)

2

4

4

10

Amsterdam (1928)

5

5

-

10

Los Angeles (1932)

6

5

5

16

Berlin (1936)

10

1

5

16

London (1948)

10

5

13

28

Helsinki (1952)

16

10

16

42

Melbourne (1956)

9

10

7

26

Rom (1960)

6

8

7

21

Tokyo (1964)

10

7

5

22

Mexiko City (1968)

10

10

12

32

München (1972)

6

13

16

35

Montreal (1976)

4

5

13

22

Moskau (1980)

7

10

15

32

Seoul (1988)

11

6

6

23

Barcelona (1992)

11

12

7

30

Atlanta (1996)

7

4

10

21

Sydney (2000)

8

6

3

17

Insgesamt

149

131

155

435

 

Von Olympiade zu Olympiade je Disziplin 1896-2000  

Ungarische Bilanz bei den Olympiaden  

 

Gold

Silber

Bronze

Insgesamt

Leichtathletik

9

11

17

37

Ringen

18

14

17

49

Rudern

(

1

2

3

Judo

1

2

4

7

Kajak(Kanu

14

25

22

61

Handball

(

1

2

3

Fußball

3

1

1

5

Reiten

(

(

1

1

Boxen

10

2

8

20

Fünfkampf

8

8

4

20

Schießen

6

3

7

16

Gewichtheben

2

8

9

19

Tennis

-

-

1

1

Turnen

14

11

14

39

Schwimmen

23

19

16

58

Segeln

(

(

1

1

Fechten

33

20

25

78

Wasserball

7

3

3

13

Kunstturnen

1

2

1

4

Insgesamt:

149

131

155

435

Quelle: magyarorszag.hu


Berühmte Sportler  des Landes

Flórián Albert (1941-)  



Er ist der einzige Spieler mit dem "Goldener Fußball" im ungarischen Fußball. Sein Großvater hat ihm den Namen des Schutzheiligen der Feuerwehrleute gegeben, in der Familie nannte man ihn nur Gyuri. Er ist im Ort Hercegszántó inzwischen der der Schokazen, einer nationalen Minderheit, aufgewachsen. Als er nach Budapest kam, erwartete ihn in Ferencváros eine blendende Karriere. Er konnte das Dress der ungarischen Auswahlmannschaft bereits mit 17 Jahren anziehen. Er hat weder mit Ferencváros, noch mit der Auswahlmannschaft so richtig hervorragende Erfolge erzielt. Wegen seiner Spielintelligenz, seiner Technik wurde er im Jahre 1967 trotzdem zum besten Fußballspieler Europas gewählt. Als 75facher Auswahlspieler hat er mit dem Fußballspielen aufgehört.  

András Balczó (1938-)  



Der in Kondoros geborene Balczó ist einer der erfolgreichsten Fünfkämpfer aller Zeiten. Er war zweimal in der Mannschaft und einmal allein Olympiasieger. Seine einzigartigen Erfolge sind seiner Begabung und seiner außergewöhnlichen Willenskraft zu verdanken, da er ja neben den bereits erwähnten Medaillen der Olympiaden zehnmal Weltmeisterschaften, davon fünf unmittelbar nacheinander, als Einzelkämpfer gewonnen hat. Gegenwärtig lebt er zurückgezogen in Budakeszi, seine Zeit verbringt er mit der Erziehung seiner zwölf Kinder. Seine Frau Mónika Császár ist Turnerin, sie war Mitglied der Riege, die an der Olympiade in München die Bronzemedaille gewonnen hat.  

 

Tamás Darnyi (1967-)  

Er ist der erfolgreichste ungarische Schwimmer aller Zeiten bei den Männern. Der Lagenschwimmer, der auf seinem linken Auge beinahe erblindet ist, konnte auf eigene Gefahr hin mit dem Sport beginnen. Er kann sich einer prächtigen Karriere rühmen. Nach seinem Erfolg bei der Europameisterschaft im Jahre 1985 in Sofia konnte ihn bis 1993, also über acht Jahre hinweg, keiner besiegen. Dabei hat er vier Weltrekorde aufgestellt, vier olympische Goldmedaillen gewonnen, er ist siebenundfünfzigfacher ungarischer Meister. Gegenwärtig betreibt er eine Privatschule und ist Vizepräsident des Ungarischen Schwimmerverbandes.  

 

Krisztina Egerszegi (1974-)  

Sie ist die erfolgreichste ungarische Sportlerin im Einzelwettkampf aller Zeiten und erreichte bei der Olympiade in Seoul sofort den Durchbruch in das Spitzenfeld der Schwimmer der Welt. Damals war sie erst 14 Jahre alt. Zuerst hat sie im 100 m Rückenschwimmen eine Silbermedaille und danach im 200 m Rückenschwimmen eine Goldmedaille gewonnen. Im Jahre 1992 hat sie in Barcelona allein drei Goldmedaillen gewonnen, da sie in beiden Wettkämpfen im Rückenschwimmen erste wurde und auch im 400 m Lagenschwimmen am besten abschnitt. Bei ihrer letzten Olympiade, im Jahre 1996 in Atlanta, hat sie eine Gold- und eine Bronzemedaille eingesammelt.  

Sie gewann alle ihre Medaillen in Einzelwettkämpfen.  



Aladár Gerevich (1910-1991)  



Er ist der erfolgreichste Fechter und Sportler Ungarns. Er wurde in Miskolc geboren, sein Vater war Meister im Fechten. Er hat sich auch dem Fechten hingegeben. Er hat aber die Meistergriffe nicht von seinem Vater, sondern von dem in Ungarn tätigen Meisters Italo Santelli gelernt. Er kann sich sieben olympischer Goldmedaillen rühmen, darüber hinaus hat er eine Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen gewonnen. Wenn der Weltkrieg nicht ausgebrochen wäre, hätte er eine noch prächtigere Ergebnisreihe erreichen können. Er hat einmal in einem Einzelwettkampf gewonnen, seine anderen Erfolge erzielte er in der Mannschaft. Er durfte sogar noch als Fünfzigjähriger im Jahre 1960 an der Olympiade in Rom auf der höchsten Stufe des Podestes stehen.  

Dezső Gyarmati (1927-)  


Neben seinen drei Olympiameistertiteln, die er im Wasserball gewonnen hat, war er auch der Kapitän der ungarischen Wasserball-Auswahl, die an der Olympiade in Montreal im Jahre 1976 eine Goldmedaille gewonnen hat. Daneben wird seine ausgezeichnete Trainertätigkeit durch eine Reihe von Siegen an Weltmeisterschaften und Europameisterschaften begleitet. Seine Frau Éva Székely ist ebenfalls Olympiasiegerin, ihre Tochter Andrea hat es bis zu Weltmeistertiteln geschafft.Von seinem Leben könnte man einen Film drehen. Er war mal Kunsthistoriker, Widerstandskämpfer in Pest, Häftling in Wien, Missionärstudent in England, Zimmermann in London, Freiheitskämpfer in Melbourne, Ofenverkäufer in Buda, Wirt in Csepel, Cowboy in Colorado, Buchhändler in Wien, Glückspieler in Baden, Abgeordnete in Ungarn, Trainer in BRD, in Australien,in Italien, in Kolumbien, Sportleiter in New York.
 

Alfréd Hajós (1878-1955)  



Der erste Olympiasieger Ungarns mit zwei Goldmedaillen hat nicht nur im Schwimmen große Erfolge erzielt, sondern war auch in den Farben von BTC im Fußball zweifacher ungarischer Meister. Daneben gehörte er in seinem "bürgerlichen" Beruf als Architekt auch zu den besten. Er hat das Hotel Goldener Stier in Debrecen, das unlängst rekonstruierte Újpester Stadion sowie auch die Nationale Sportschwimmhalle auf der Margareteninsel projektiert. Das letzterwähnte Objekt trägt jetzt auch seinen Namen. Im Jahre 1924 hat er an der Olympiade für geistige Entwicklungen in Paris in der Kategorie der Architektur - mit seinem Stadionprojekt, das er mit Dezső Lauber erstellt hat - den zweiten Platz in der Weise eingenommen, dass kein erster Platz ausgegeben wurde.  


Sándor Iharos  

Im Jahre 1955 hat man den Athleten, der im gleichen Jahr sechs Weltrekorde aufgestellt hat, zum besten Sportler der Welt gewählt. Bis zum heutigen Tag ist er der Einzige in Ungarn, der sich diese Anerkennung erkämpfte. Iharos konnte jedoch weder bei einer Weltmeisterschaft, noch bei einer Olympiade die Anzahl seine Siege, Medaillen vermehren, da er kein einziges Mal in der Lage war, zu gewinnen. Es ist bis heute nicht geklärt, warum er im Jahre 1956 nicht zur Olympiade nach Australien gereist ist.  

 

György Kárpáti (1935-)  

Bis zum Jahre 1988 war er der jüngste Olympiasieger Ungarns im Wasserball, er hat an vier Olympiaden teilgenommen.  

Der über einmalige Fähigkeiten auf der Welt verfügende "Gyurika", wie ihn ein ganzes Land nennt, wurde gleich bei seiner ersten Olympiade mit 17 Jahren Sieger mit der Wasserball-Auswahlmannschaft. Danach haben weitere zwei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille die Begabung eines der besten Wasserballspieler Ungarns bestätigt.  

 

Rudolf Kárpáti (1920-2000)  

Während seiner einzigartig erfolgreichen Schwertfechter-Laufbahn war er sechsmal Olympiasieger, als Einzelkämpfer hat er zweimal keinen gefunden, der ihn bezwang. Seine Erfolge hat er in den Farben von Vasas und Honvéd Budapest erzielt. Er war der typische Sieger, da er bei den olympischen Spielen nur Goldmedaillen gewonnen hat. In der Mannschaft war er siebenfacher Weltmeister. Neben dem Schwert war er Virtuose auf der Violine, er hat das Fach Violine an der Musikakademie absolviert.  

 

Ágnes Keleti (1921-)  

Sie ist eine der ungarischen Sportlerinnen, die über die größte Ausdauer verfügt. Sie ist Turnerin. Nachdem sie im Jahre 1948 in London eine Verletzung erlitt, hat sie mit 31 Jahren (im Jahre 1952) ihre erste Olympiade im Bodenturnen gewonnen. Im Jahre 1956 in Melbourne erklang für sie, die erfahrenste Teilnehmerin in dieser Disziplin, noch viermal die den Siegern zustehende Nationalhymne. Auf dem Schwebebalken, im Bodenturnen und auf dem Stufenbarren konnte sie von keinem besiegt werden. Neben ihren fünf Goldmedaillen hat sie drei Silber- und zwei Bronzemedaillen gesammelt. Nach der Revolution ist sie nicht nach Hause zurückgekehrt, sie hat sich in Israel angesiedelt und im Heiligen Land das Fundament für den Turnsport gelegt. Ende der 90er Jahre hat sie sich für die Rückkehr in ihre Heimat entschieden.  

 

István Kovács (1970-)  alias Koko

Er ist der erste Profi-Boxweltmeister Ungarns, er ist Weltmeister und Olympiasieger im Amatuer-Boxsport. Bei dem "Proletarierkind" aus Kőbánya stellte sich bereits in seiner Jugendzeit heraus, dass er über großartige Fähigkeiten verfügt. Seine Lust zu kämpfen wurde auch davon nicht gemindert, dass er im Jahre 1992 bei der Olympiade in Barcelona nur eine Bronzemedaille gewonnen hat. Dort konnte er, obwohl er Weltmeister war, nicht siegen. Er erreichte die Spitze in Atlanta. Danach hat er zum zweiten Mal in seinem Leben den ersten Platz in der Budapester Weltmeisterschaft eingenommen, um danach unter den Profisportlern sein Glück zu versuchen. Seine Bemühungen wurden mit Erfolg gekrönt, als Profisportler hat er im Jahre 2000 den Europameistertitel, im Januar 2001 als erster in Ungarn den Weltmeistertitel erworben. Er konnte aber seinen Titel nicht verteidigen. Es handelte sich um seinen ersten Wettkampf, in dem er geschlagen wurde.  

Pál Kovács(1912-1995)  

Der in Debrecen geborene, über glänzende Fähigkeiten verfügende Fechter hätte, obwohl er sich anfangs mit Hochspringen beschäftigte, ähnlich wie Gerevich noch größere Erfolge erzielen können, wenn der Krieg seine außerordentliche Laufbahn nicht unterbrochen hätte. Er war schon im Jahre 1936 Mitglied der erstplazierten ungarischen Auswahlmannschaft. Er war insgesamt sechsmal Olympiasieger und hat auch eine Bronzemedaille (im Jahre 1948) gewonnen. Er ist neunfacher Weltmeister und er wurde nach seinem Rücktritt Vorsitzender des ungarischen Fechterverbandes, später Vizepräsident des Internationalen Fechterverbandes. Sein Sohn Tamás war Kapitän der ungarischen Auswahlmannschaft.  

Győző Kulcsár (1940-)  

Er hat seine Erfolge als Fechter beim Klub OSC erzielt. Viermal gewann er mit der Mannschaft und einmal im Einzelkampf olympische Goldmedaillen. Er hat von den olympischen Spielen noch zwei Silber- und vier Bronzemedaillen in seinem Eigentum. Nach seinem Rücktritt bekleidete er den Posten des Generalsekretärs des Fechterverbandes, anschließend wurde er Teamchef der ungarischen Auswahlmannschaft. Ab 1988 war er in Italien, in Vercelli Trainer. Im Jahre 2001 kehrte er zurück. Die ungarische Männermannschaft, in der er auch zwei Schützlinge hat, gewann im November den Weltmeistertitel.  


László Papp (1926-)  



Unser dreifacher Olympiasieger unter den Amateuren und Europameister unter den Profis wollte eigentlich Fußballer werden. Er hatte jedoch wegen seiner Körpergröße Nachteile und somit beschloß er: Er wird sich verteidigen. In der Boxhalle von Vasas erlitt er aber eine mächtige Niederlage, somit verlor er seine Lust am Boxen. Später entschied er sich trotzdem für diese Sportart. Seine Entscheidung kann nicht in Frage gestellt werden, da er sich unter den Amateuren nacheinander an drei Olympiaden (1948, 1952, 1956) als Bester erwies. Auch unter den Profis hat er keine Blöße gezeigt, aber für den Gürtel des Weltmeisters konnte er nicht in den Ring steigen, da ihm das von der sozialistischen Führung des Sports verboten wurde. Obwohl er seiner Laufbahn diese Krone nicht aufsetzen konnte, erinnert man sich weltweit an seine ausgezeichneten Fähigkeiten. Als Beweis dafür gilt, dass er im Jahre 1999 auch auf die in Wien für die Sportler des Jahrhunderts veranstaltete Gala, gemeinsam mit Muhammad Ali, eingeladen wurde.