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Die ungarische Hymne


Der Text der ungarischen Hymne stammt vom großen Politiker und Dichter der Reformzeit Ferenc Kölcsey (1790-1838) aus dem Jahr 1823, veröffentlicht 1828. Die Preisausschreibung zur Vertonung der Hymne aus dem Jahr 1844 gewann Ferenc Erkel (1810-1893). Zum ersten Mal erklang die Hymne von Kölcsey und Erkel noch im gleichen Jahr im ungarischen Nationaltheater. Ferenc Kölcseys Gedicht mit der Musik von Ferenc Erkel ist seit 1903 die gesetzlich verabschiedete Nationalhymne Ungarns.

Kölcsey Ferenc

 

Kölcsey Ferenc

 


Vörösmarty Mihály

 

Vörösmarty Mihály

 

Erkel Ferenc
Erkel Ferenc


Die Hymne besteht aus acht Strophen, bei offiziellen Anlässen werden meist die erste gespielt, bzw. gesungen. Es ist interessant zu erwähnen, dass die Ungarn am 31. Dezember um Mitternacht die Hymne singen.

Ferenc Kölcsey: Hymne
übersetzt von
Annemarie Bostroem,1970

Gib dem Volk der Ungarn, Gott,
Frohsinn, Glück und Segen,
Schütze es in Kriegesnot
Vor des Feindes Schlägen.
Ihm, das lange Schmach ertrug,
Schenke wieder Freuden,
Denn es büßte hart genug
Schuld für alle Zeiten.
 
Führtest es an deiner Hand
Einst auf die Karpaten,
Daß ein schönes Vaterland
Seine Enkel hatten.
Wo der Theiß, der Donau Lauf
Wälzet seine Wogen,
Wuchsen Árpáds Söhne auf,
Ward ein Volk erzogen.
 
Reife Ähren wogten stolz
Auf des Tieflands Feldern,
Nektar, Tropfen reinen Golds
Floß aus Tokajs Keltern.
Ließest unsre Fahnen glühn
Auf der Türken Türmen
Und die stolze Burg von Wien
Mátyás' Heer erstürmen.
 
Doch in Zorn entbranntest du
Über unsre Sünden,
Und du schlugst mit Blitzen zu
Und Gewitterwinden.
Ließest die Mongolen noch
Uns mit Pfeilen jagen,
Auch der Türken Sklavenjoch
Mußten wir ertragen.
 
Ach, wie oft Triumphgesang
Von den wilden Scharen
Der Osmanen zu uns drang,
Die geschlagen waren.
Land, wie oft hat selbst dein Sohn
Dich bekämpft nicht minder,
Wurdst zum Grab der Kinder schon
Durch die eignen Kinder.
 
Der Verfolgte aber fand
Nicht Versteck noch Frieden,
Auch sein eignes Vaterland
Hat ihn nur gemieden.
Berg und Tal durchwandert er,
Angst- und schmerzzerrissen,
Über ihm ein Flammenmeer,
Blutstrom ihm zu Füßen.
 
Manche Burg in Trümmer sank,
Wo einst Glück geschienen,
Todesröcheln, Trauerklang
Füllt nun die Ruinen.
Ach, und keine Freiheit sprießt
Aus dem Blut der Toten
Nur der Knechtschaft Träne fließt
Trauerschwer zu Boden.
 
Schick uns dein Erbarmen, Gott,
Hilf den Ungarn allen,
Rette sie vor Sturmesnot
Auf dem Meer der Qualen.
Uns, die lang das Unglück schlug,
Schenke wieder Freuden,
Denn wir büßten hart genug
Schuld für alle Zeiten



Der ungarischen Hymne ebenbürtig ist der Mahnruf von Mihály Vörösmarty (1800-1855) aus dem Jahr 1836, der praktisch als zweite Nationalhymne gilt. Die Musik zum Gedicht komponierte Béni Egressy (1814-1851) im Jahr 1843. Bei Feierlichkeiten erklingt erst die Hymne, als Abschluss werden oft die ersten zwei Strophen aus dem Mahnruf (Szozat) gesungen.

Von Lieb und Treu zum Vaterland
Bleib, Ungar, stets erfüllt.
Es gibt dir Kraft, und wenn du stürzt,
Den Hügel, der dich hüllt.

Die weite Welt gibt anderswo
Nicht Raum noch Heimat dir,
Hier musst in Segen oder Fluch
Du leben, sterben hier.
(Übersetzt von Hans Leicht, 1970)