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Der zweite Weltkrieg

Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges verkündete die ungarische Regierung offiziell die Neutralität des Landes. Doch die nachfolgenden Beschlüsse zeigten deutlich, dass Ungarn mit den Zielen der Achsenmächte einverstanden war. Die nationalistischen Forderungen, Siebenbürgen an Ungarn zurückzugeben, wurden 1940 teilweise erfüllt, als Italien und Deutschland Ungarn den nördlichen Teil dieser rumänischen Provinz zusprachen. Im April 1941 nutzte das ungarische Regime den Angriff Deutschlands auf Jugoslawien aus und besetzte das ehemals ungarische Gebiet, das Jugoslawien durch den Friedensvertrag von Versailles-Trianon zugesprochen worden war. Am 27. Juni 1941 erklärte Ungarn der Sowjetunion den Krieg, am 13. Dezember auch den Vereinigten Staaten. Die ungarische Armee erlitt an der russischen Front schwere Verluste, und im August 1943 bot die Regierung den Alliierten den Frieden an. Daraufhin wurde das Land im März 1944 von deutschen Truppen besetzt. Es wurde eine Diktatur errichtet, die weiterhin die Beteiligung am Krieg an der Seite Deutschlands befürwortete. Tausende von Regimegegnern und ungarischen Juden wurden in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Am 7. Oktober marschierte die sowjetische Armee in Ungarn ein. Horthy, der zu diesem Zeitpunkt für eine Kapitulation war, wurde einige Tage später von den Deutschen abgesetzt.

Am 20. Januar 1945 unterzeichneten Vertreter der von der Sowjetunion unterstützten provisorischen Regierung die Waffenstillstandsbedingungen der Alliierten, und am 13. Februar nahmen sowjetische Truppen Budapest ein. Die provisorische Regierung führte im März 1945 eine groß angelegte Bodenreform durch, bei der große Ländereien des Adels und der Kirche konfisziert wurden. Vor den Wahlen zur Nationalversammlung versuchte die wieder erstarkte Kommunistische Partei, eine der einflussreichsten Parteien Ungarns, die Mehrheit zu gewinnen. Bei den Wahlen am 4. November gewann jedoch die Partei der kleinen Landwirte, Landarbeiter und Bürger unter der Führung Zoltán Tildys. Es wurde die Republik ausgerufen, Tildy wurde zum Präsidenten gewählt. Er bildete ein Koalitionskabinett mit Ferenc Nagy als Ministerpräsidenten, einem führenden Mitglied der Partei der kleinen Landwirte, Landarbeiter und Bürger. Stellvertretender Ministerpräsident wurde Mátyás Rákosi, der Generalsekretär der Ungarischen Kommunistischen Partei.

Die kommunistische Ära

Noch Monate nach der Gründung der Republik stand Ungarn am Rand des Bankrotts. Nahrungsmittelknappheit und Inflation beeinträchtigten den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes.

 

Konsolidierung der Macht

Im Januar 1947 wurden einige Führer der Partei der kleinen Landwirte der konspirativen Aktivität gegen die Republik beschuldigt und von den Kommunisten verhaftet. Im Mai wurde Nagy zum Rücktritt gezwungen. Sein Nachfolger wurde Lajos Dinnyés, ebenfalls Mitglied der Partei der kleinen Landwirte. Von den Kommunisten als illoyal eingestufte Offiziere wurden aus der Armee entlassen. Im Juli wurde das Parlament aufgelöst, und im August wurden Parlamentsneuwahlen abgehalten. Obwohl die Kommunistische Partei nur 22 Prozent der Stimmen erhielt, dominierte sie die Koalitionsregierung Dinnyés. 1948 wurde der Zusammenschluss der Sozialdemokratischen Partei mit der Kommunistischen Partei vollzogen, es entstand die Vereinigte Ungarische Arbeiterpartei. Eine „Säuberungsaktion", die 1949 in dieser Partei durchgeführt wurde, festigte die Macht der Kommunisten weiter. Die Kommunistische Partei wurde zur dominierenden Partei. Bei den Parlamentswahlen vom Mai 1949 standen ausschließlich Kommunisten zur Wahl. Im August nahm die Nationalversammlung eine Verfassung an, die die Ungarische Volksrepublik ins Leben rief.